Die Faltenunterspritzung ist über die vergangenen Jahre zu einer der häufigsten, so genannten "kleinen Anwendungen" in der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie (Schönheitschirurgie) geworden. Früher war es überwiegend das Kollagen, das zur Faltenunterspritzung verwendet wurde. Inzwischen gibt es eine regelrechte Überschwemmung des Marktes für Filler (Unterspritzungssubstanzen) mit unterschiedlichsten Zusammensetzungen.
Wichtig ist, dass die so genannten bleibenden Substanzen zur Faltenunterspritzung ein höheres Risiko mit sich bringen als die auflösbaren. Bei den auflösbaren Substanzen hat sich aus gutem Grunde die Hyaluronsäure etabliert: Die Hyaluronsäure birgt keine allergischen Risiken und wird in anderen Bereichen der Medizin bereits seit vielen Jahren angewendet, womit sich auch die Langzeitwirkungen beurteilen lassen. Es gibt die Hyaluronsäure in verschiedenen "Stärken", womit sich ganz individuell verschiedene Faltenarten und Faltentiefen behandeln lassen. Auch eingefallene Wangen lassen sich damit wieder anheben.
Erste Wahl für die Faltenunterspritzung ist natürlich das körpereigene Material wie Eigenfett (das durch eine kleine Fettabsaugung gewonnen werden kann). Diese Behandlung ist aber nur für ganz bestimmte Faltenarten geeignet und kommt deswegen nur in einigen Fällen zum Einsatz.
Aktuell sind weitere Faltenunterspritzungsmaterialien hinzugekommen, die eine längere Haltbarkeit (bis zu zwei Jahre) als Hyaluronsäure (ca. sechs Monate) besitzen, wie beispielsweise Hydroxylapatite (Radiesse®). Dabei ist es vom Körper trotzdem vollständig abbaubar. Im Gegensatz zu der Hyaluronsäure ist der Einsatz bei der Faltenunterspritzung aber auf tiefere Hautschichten begrenzt. Sogar von der sehr kritischen amerikanischen Gesundheitsbehörde (FDA) ist diese Substanz zur Behandlung von Falten zugelassen worden.
Auch Botox ® wird sehr erfolgreich und effektiv zur Faltenbehandlung eingesetzt. Es handelt sich bei Botox ® bzw. dem Wirkstoff Botulinumtoxin aber um keinen Filler im eigentlichen Sinne, sondern um ein Medikament welches die Ursache der so genannten mimischen Falten wie Zornesfalten, Krähenfüße oder Stirnfalten beseitigt.
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© Dr. Garcia, Facharzt für Plastische und
Ästhetische Chirurgie I Köln I Bergisch Gladbach



